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Grundlegende Prinzipien

für sinnvolle Hausaufgaben

1.0 Einführung

Eine Abteilung des 1. Schulpraktisches Seminars Zehlendorf hat sich 1997 mit dem Thema Hausaufgaben beschäftigt. Deren Mitglieder haben ihre Erfahrungen zusammengestellt und verglichen sowie Ausbildungspapiere des Seminars ausgewertet.

Auf dieser Grundlage ist eine Zusammenstellung prägnanter, dabei differenzierter Prinzipien entstanden, die als Grundlage für die praktische Arbeit dienen kann. Auf der voraufgehenden Webseite wird eine weitere Zusammenstellung aus der Arbeit des Allgemeinen Seminars vorgestellt: Sie zeigt eindrucksvoll den unterschiedlichen Zugriff, zu dem der Problemgehalt des Themas anregt.

1.0 Sieben Regeln

1. Die Aufgabenstellung sollte schriftlich erfolgen und von den Schülern möglichst in einem Aufgabenheft (Kalender) notiert werden.
2. Zur Erleichterung des Einstiegs in die Hausaufgaben sollte erprobt werden, die Schüler die Hausaufgaben bereits im Unterricht beginnen zu lassen.

Dabei ist der Umfang der Hausaufgaben zu berücksichtigen.

3. Die Kontrolle und Besprechung der Hausaufgaben muss regelmäßig erfolgen, um den Fleiß der Schüler zu würdigen und die Motivation zu erhalten.
4. Die Forderung, Hausaufgaben mit reproduktivem Charakter zu vermeiden, lässt den notwendigen Übungsvorgang unberücksichtigt.
5. Wünschenswert ist die Formulierung kreativer Hausaufgaben (z.B. Experimentieren, Erfinden, Anfertigen u. Ä..), die die Grundlage der folgenden Unterrichtsstunde bilden.

Dies stellt eine risikobelastete Grundlage für die Planung der nächsten Stunde dar und eignet sich nur für entsprechend eingearbeitete Lerngruppen..

6. Binnendifferenzierung ist aus organisatorischen Gründen schwer möglich.
7. Inhaltlich sollten Hausaufgaben nicht benotet werden. Ausnahme: Verdacht auf Leistungsverweigerung.

2.0 Zentrale Prinzipien

Hausaufgaben müssen

  • didaktisch sinnvoll,
  • durchdacht,
  • dem Leistungsstand der Schüler angepasst
  • und klar formuliert sein.

Hausaufgaben müssen

  • von den Schülern als sinnvoll erlebt werden können,
  • dürfen nicht als Strafe empfunden werden.

Hausaufgaben sollen in einer Form kontrolliert werden, die

  • zum einen den Schülern zeigt, dass ihre Arbeit ernst genommen
    und gewürdigt wird,
  • zum anderen Fehlverhalten
    wie z.B. Mogeln oder Sich-Drücken vorbeugt.

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Ausgearbeitet von:     Dr. Manfred Rosenbach -        letzte Änderung am: 15.01.08
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