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Das Erfassen und Bewerten
mündlicher Leistungen

1.0 Die Aufgabe

Definition

Als mündliche Leistungen werden hier alle Leistungen verstanden, die nicht im Rahmen von Klassenarbeiten bzw. Klausuren erbracht worden sind und deshalb nach den geltenden Vorschriften dem Allgemeinen Teil - d.h. dem nicht schriftlichen Teil - der Leistung zugeordnet werden.

Das Verfahren

Ein System, mit dessen Hilfe mündliche Leistungen sich so erfassen lassen, dass sie bewertet werden können, muss zwei Grundbedingungen erfüllen:

  • Es muss übersichtlich sein und sich leicht handhaben lassen.
  • Es muss wichtige Unterschiede in Art und Qualität der zu registrierenden Leistung eindeutig und zuverlässig festhalten.

2.0 Kriterien der Leistungserfassung

Umfang der Leistung

  • Einzelleistung,
    also insbesondere Leistungen, die sich im Rahmen des Unterrichtsgespräches ergeben;
  • zusammenfassende Leistung
    z.B.: Referat, Gruppenbericht, Hefterführung, Protokoll, Ausarbeitung u.ä.

Art der Leistung

Zu unterscheiden ist, ob die Leistung im wesentlichen zu verstehen ist als

  • Kennen und Wissen,
  • Verwenden und Anwenden,
  • Problemlösen und Urteilen.

Grad der Beteiligung

Zu unterscheiden sind Art und Umfang der Beteiligung sowie die Bedeutung,
die die Leistung für den Unterrichtserfolg in der Lerngruppe hat.

  • Leistung ohne vs. nach Aufforderung,
  • regelmäßige vs. gelegentliche Beteiligung,
  • Förderung vs. Nichtförderung des Arbeitsprozesses.

3.0 Registrieren der Leistungen

Die Leistungen lassen sich auf verschiedene Weise erfassen und registrieren. Individuell unterschiedliche Formen sind möglich. Empfohlen wird eine in Raster- oder Tabellenform angelegte Liste. Das kleinformatige Notenbuch - Farbe gleichgültig - eignet sich nicht oder nur bedingt, wenn man ein kompliziertes Verschlüsselungsverfahren verwendet.

Unten wird ein Vorschlag für ein Raster vorgestellt. Für Kennen, Verwenden, Urteilen können die Ziffern 1 bis 6 (Notenstufen) verwendet werden, für Aktivität, Häufigkeit, Förderung genügen die Kürzel + = häufig, o = gelegentlich, - = selten bzw. gar nicht.

Für jeden Beobachtungszeitraum dient eine Spaltengruppe.

Für jede Lerngruppe sollten wenigstens
einmal pro Woche
Aufzeichnungen gemacht werden.

4.0 Das Raster

Da die Tabellenfunkktion dieses Editors nur begrenzte Darstellung zulässt, kann der Aufbau des Rasters nur angedeutet werden. Wenn Sie der nachstehende Vorschlag überzeugt, müssten Sie ihn in einer leistungsfähigeren Textverarbeitung Ihren Wünschen entsprechend ausgestalten und als Druckvorlage in beliebiger Stückzahl kopieren.

  1. Termin 2. Termin 3. Termin
K V U A H F K V U A H F K H U A H F
1. Name                                    
2. Name                                    
3. Name                                    
4. Name                                    
5. Name                                    

Legende:
Die Abkürzungen nehmen auf die Kategorien des vorstehenden Textes Bezug.

K = Kennen
V = Verwenden
U = Urteilen
A = Aktivität
H = Häufigkeit
F  = Förderung


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Ausgearbeitet von:     Dr. Manfred Rosenbach -        letzte Änderung am: 15.01.08
Inhalte 2000-2008 -